Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)
Wenn sich Ehepartner trennen, wenn der Arbeitsplatz verloren geht oder sich Krankheiten einstellen, führt dies oft unweigerlich zu großen finanziellen Problemen. Wenn die den Menschen über den Kopf wachsen, wenden sie sich in ihrer Not an Hilfsorganisationen wie Caritas, Arbeiterwohlfahrt oder Kinderschutzbund, die ihrerseits auf Spenden angewiesen sind, um helfen zu können.
Der Adventskalender für gute Werke, das Spendenhilfswerk der Süddeutschen Zeitung will deshalb die Hilfsorganisationen ein wenig unterstützen.
Vor fünf Jahren hat sich Bianca S. von ihrem Mann getrennt. Er hatte die heute 40-Jährige immer wieder geschlagen und ihr sogar Knochenbrüche zugefügt. Sie floh schließlich in eine Notunterkunft nach München. Inzwischen verfügt sie wieder über eine richtige Wohnung und konnte zwei ihrer drei Kinder, 16 und 18 Jahre alt, bei sich aufnehmen. Der 18-Jährige leidet jedoch an einer schweren Epilepsie, ist geistig behindert und wird wohl nie für seinen Lebensunterhalt aufkommen können. Die dreiköpfige Familie lebt zur Zeit von Hartz IV und ist für jede Hilfe dankbar. Aktuell steht der Kauf von warmer Winterkleidung an, aber dafür reicht das Geld nicht, Weihnachtsgeschenke wird es wohl auch nicht geben.
Monique L. stammt aus Sri Lanka und wohnt seit zwei Jahrzehnten in Freising. Nach der Scheidung von ihrem Mann zog sie mit ihren zwei minderjährigen Kindern in eine nur dürftig eingerichtete Wohnung. Vor einiger Zeit bekam sie plötzlich Wahnvorstellungen, musste in die Psychiatrie eingewiesen werden. Medikamentös eingestellt, ging es ihr kurzzeitig besser, aber vor einem Jahr kam es zu einem Rückfall und es wurde erneut ein längerer Klinikaufenthalt fällig. Die Kinder leben seither in einem Kinderheim, Monique L. wurde ein gesetzlicher Betreuer zur Seite gestellt. Zur Zeit nimmt sie an einer Schulungsmaßnahme der Arbeitsagentur teil und lebt von Hartz IV. Nach Abzug verschiedener fester Kosten bleiben ihr gerade einmal 50 Euro in der Woche. Dabei blättert in ihrer Wohnung der Putz von den Wänden, Möbel fallen auseinander und auch ihr Fahrrad ist kaputt.
Aus Syrien stammt Moussad Z.. Er hat in Frankreich und England studiert, aber keinen Abschluss. Als er seine spätere deutsche Frau kennenlernte, zog er mit ihr 1998 in den Landkreis Freising. Seit einigen Jahren leidet er an massiven Depressionen. Trotz vieler Klinikaufenthalte konnte er seine Krankheit nicht besiegen. Zwischendurch arbeitet er im Beschäftigungsbetrieb Rentabel und bezieht Hartz IV. Seit sich seine Frau von ihm getrennt hat, führt er seinen eigenen Haushalt. Dringend benötigen würde er einen Staubsauger, ein neues Bett und Winterbekleidung. Doch von Hartz IV kann er solche Anschaffungen nicht bestreiten.
Maria N. ist alleinerziehende Mutter einer neunjährigen Tochter. Die Trennung von ihrem gewalttätigen Mann verlief hochdramatisch, das Kind leidet seither unter Albträumen und hat besonderen Förderbedarf. Als Alleinerziehende ohne Ausbildung bekam Maria immer nur Aushilfsjobs. Nun leidet sie selbst an einer psychischen Erkrankung. Weil sie mit der Miete in Rückstand geriet, wurde ihr auch noch die Wohnung gekündigt. Maria N. hat Angst, mit ihrer Tochter bald auf der Straße zu stehen.
Zwei Jahrzehnte litt Frau S. aus Indonesien unter ihrem aggressiven und gewalttätigen Mann, der ihr und ihren sechs Kindern schwerste Misshandlungen zufügte. Als sie es endlich schaffte, sich von ihm zu trennen, musste sie feststellen, dass er ihr eine Menge Mietschulden hinterlassen hat. Um die Wohnung nicht zu verlieren und mit ihren sechs Kindern ein neues Leben beginnen zu können, ist Frau S. dringend auf finanzielle Hilfe angewiesen.
(SZ vom 20.12.11)